Die Unternehmen erhalten Auszeichnung bei der 10. Clusterkonferenz Metall in Brandenburg /Havel

MCR Engineering GmbH Lausitz (Spremberg) mit „3D-Reparaturdruck großdimensionaler Maschinenbauteile“

Die Innovation: Mit dem aus dem Bergbau stammenden Verfahren können auch sehr große Maschinenbauteile schnell, kostengünstig und in Originalqualität repariert werden. Der 3D-Reparaturdruck ermöglicht die Instandsetzung von großen, wertintensiven Maschinenbauteilen.

Durch den Einsatz eines nur im Schmelzpunkt fokussierenden Lasersystems aus sechs Einzellasern mit nur einem 1 kW Leistung resultiert eine extrem niedrige Wärmeeinbringung. Diese schließt eine negative thermische Beeinflussung des Werkstoffs des zu reparierenden Bauteils aus. Hochwertige, große Maschinenbauteile sind typischerweise thermisch behandelt, d. h. vergütet oder gehärtet. Konventionelle Technologien, etwa das Schweißen im MAG-Verfahren, machen eine thermische Nachbehandlung notwendig und können zu Bauteilverzug führen. Beide Notwendigkeiten machen bislang die Reparatur teils unwirtschaftlich oder technologisch unmöglich.

Mit dem neuem Verfahren können Bauteile bis zu einer Größe von 8x2x2 Meter bei einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen repariert werden. Selbst große Bauteile müssen bisher oft ausgesondert werden, auch wenn sie nur geringe Schäden aufweisen, weil eine Instandsetzung mangels verfügbarer Technologien nicht möglich ist. Typische Beispiele sind defekte Lagersitze oder Risse. Diese sind mit der neuen Technologie besonders effizient zu reparieren, weil selbst bei großen Bauteilen nur wenige Millimeter Material ersetzt werden müssen. Selbst Bauteile mit einem Wert von über 100.000 € können so ressourcenarm, zu einem Bruchteil des Preises und binnen weniger Tage repariert werden, so dass Anlagen kurzfristig wieder genutzt werden können.

 

Schönborner Armaturen GmbH (Doberlug-Kirchhain) mit „Entwicklung eines Prüfstandes zur Weiterentwicklung von Betätigungselementen

Die Innovation: Schönborner Armaturen hat ein System entwickelt, mittels Schallwellen Leckagen in Wasserleitungen zu ermitteln. Das Ergebnis kann den Netzbetreibern übermittelt und die betroffene Leitung abgesperrt werden. So kann verhindert werden, dass große Wassermengen infolge undichter Leitungen versickern.

Um dieses System weiter zu optimieren, wurde mit der BTU Cottbus ein innovativer Prüfstand entwickelt. Dieser dient der Weiterentwicklung von sogenannten Betätigungselementen (EBG), die für das Betätigen von erdverlegten Armaturen der kommunalen Gas-, Wasser- und Abwasserwirtschaft verwendet werden. Auf diesem Prüfstand können Schallwellen in definierter Intensität erzeugt und so das Vorhandensein einer Leckage im kommunalen Leitungsnetz nachgestellt werden. Diese Schallwellen werden über die im Unternehmen hergestellten EBG in den Bereich der Straßenkappe „getragen“ und dort von Messtechnik aufgezeichnet und beim Netzbetreiber ausgewertet. Mit dem Prüfstand kann so untersucht werden, an welchen Stellschrauben bei der Weiterentwicklung der EBG gedreht werden kann, um Verbesserungen in der Schallwellenübertragung zu erzielen. Für Netzbetreiber ist das Erkennen von Leckagen sehr wichtig, weil sie so den Verlust von Trinkwasser minimieren können.

Aktuell entsteht in Deutschland noch immer ein Schaden in Höhe von ca. 800 € Millionen pro Jahr durch undichte Leitungen. Der weitaus höhere Schaden entsteht aber vor allem aus Folgeschäden wie etwa der Unterspülung von Verkehrswegen. Der jetzt ausgezeichnete Prüfstand soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, um den Digitalisierungsgrad in der Wasserwirtschaft unter Verwendung der EBG weiter steigern zu können. 

uesa GmbH (Uebigau-Wahrenbrück) mit „Smarte Trafostationen für eine stabile grüne Energieerzeugung und die Elektromobilität

Die Innovation: Im Verbund mit Energieversorgungsunternehmen entwickelte UESA  eine smarte Trafostation, die eine sichere und stabile Transformation elektrischer Spannung u. a. für den Bereich der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen (wie etwa Solar- oder Windenergieanlagen) gewährleistet.

Der sichere und stabile Betrieb der smarten Trafostation wird durch eine innovative Kleinsignaltechnik für die mittelspannungsseitige Erfassung von Netzparametern in Verbindung mit einer Fernüberwachung durch den Versorgungsnetzbetreiber ermöglicht. Die Fernüberwachung erlaubt eine Fernsteuerung der netzseitigen Eingangsschaltfelder. Hierdurch können die Netzstabilität gewährleistet, die Reaktionsgeschwindigkeit bei Netzausfällen erhöht, netzbeeinflussende Ereignisse frühzeitiger erkannt und Maßnahmen schneller umgesetzt werden. Die Stabilität wird zusätzlich noch erhöht, indem Messwerte auch für den Nieder­spannungs­bereich erfasst und überwacht werden. Es werden Messwerte für jeden Niederspannungsabgang registriert, wodurch Fehlerquellen besser als bisher eingegrenzt werden können. Die Netzerweiterung und der Netzausbau sind so wesentlich genauer planbar und steuerbar. Davon profitiert auch der Ausbau von Ladeinfrastrukturen für die Elektromobilität. 

Die Preisverleihung in Brandenburg/Havel